Archiv für März 2006

Turbojugendfestival Hagen a.T.W. 2006

Mittwoch, 29. März 2006
Turbolenz 2006
Turbojugend-Festival in Hagen a.T.W.

Schon seit Wochen lief der Vorverkauf auf Hochtouren. Spätestens seit das Hammer-Line-Up mit Peter Pan Speedrock, Mambo Kurt und Smoke Blow feststand, gingen die Tickets weg, wie warme Semmeln! Die Rede ist hier vom Turbojugend-Festival in Hagen am Teutoburger Wald. Die lokale Turbojugend hatte bereits im vergangenen Jahr ein Festival auf die Beine gestellt, allerdings zum dem Zeitpunkt noch wesentlich kleinere Brötchen gebacken und „nur“ lokale Bands auf die Bühne geholt. Das sollte sich dann komplett ändern und so schafften die Jungs und Mädels aus der Hagener Turbojugend es tatsächlich, die oben genannten Acts zu verpflichten. Und alle auf eigene Faust ohne ein grosses Unternehmen im Hintergrund. Ein paar örtliche Firmen haben einen kleinen Sponsoring-Beitrag geleistet, aber ansonsten basiert das ganze Ding auf der Eigeninitiative der Hagener. Das verdient an sich schon mal einen Riesenapplaus.
Los ging das ganze schon am Freitag dem 25.03. mit einem Warm-Up im Hagener Martinus-Heim, einem kirchlichen Jugendzentrum, das man für das ganze Wochenende hat anmieten können. Es spielten auch am ersten Tag bereits Bands. Die Ska-Punker von 8 On the Run und die Paderborner Punkrocker von Random I Am. Um dieses Warm-Up nicht zu verpassen, fanden sich Freitags schon viele Turbojugendlich in Hagen ein, u.a: aus Potsdam, Berlin, Paderborn, Bargteheide, Hamburg, Lüneburg, Köln, Schleswig, Schierbrock, Oldenburg.
Gegen 19:20 begann der musikalische Teil mit 8 On The Run schon mal sehr vielversprechend. Ein schon gut alkoholisierter Mob schwang die Hüften zu diversen Songs und feierte mit der Band. Nach einer knappen dreiviertel Stunde beendeten 8 OTR ihr Set und ein Teil der Bläserabteilung führte die Meute als Polonese mit seinem Instrument voran aus dem Raum. Kurz vorher wurde aus versammelter Kehle noch mal „Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“ gebrüllt! Sehr unterhaltsame Band, muss man schon mal sagen!

Nach einer kurzen Umbaupause waren Random I Am aus Paderborn dran und sie gaben von Anfang an richtig Gas! Punkrock wie Bad Religion aber auch viel Rock a la Turbonegro und Gluecifer kam einem da entgegen. Das gefiel den Leuten! Random I Am hatten überwiegend eigenes Material dabei ( übrigens vor kurzem auch als Promo-CD aufgenommen in den Paderborner Westwood Studios ), spielten aber noch zwei coole Coverversionen von Heaven 2.9 ( Backyard Babies ) und Sheena is a Punkrocker ( Ramones ), wobei letzterer besonders gut ankam und die Leute völlig ausflippten. Da wurden sich Mikrophone von der Band geliehen um mitzugrölen, Gitarristen flüchteten auf die Bass-Drum vor dem immer näher rückenden Turbojugend-Mob und der ganze Laden hatte seine helle Freude! Ein sehr gelungener Aufwärmabend, definitiv! Nach den Bands ging die Party noch lange weiter im Jugendheim.
Am nächsten Morgen erwachten überall total fertige Menschen, um sich in den Keller zu begeben und am Frühstücksbuffet teilzunehmen, welches in dem 26,50 ¤ teuren Kombiticket enthalten war! Also auch hier wieder eine gute Organisation seitens der Hagener. Nach einem überwiegend ruhigen Nachmittag ging die „grosse“ Party dann gegen 19:00 Uhr in der Hagener „Gaststätte Stock“ los, die in der 1. Etage einen riesengrossen Partysaal haben. Dort versammelten sich insgesamt über 500 Leute, um Peter Pan Speedrock, Smoke Blow, Mambo Kurt und den Osnabrücker Rockern von Bitter Orange zu lauschen. An diesem Samstag kam noch ein ganzer Reisebus voller Kuttenträger aus Hamburg angereist, der circa 40 Mann nach Hagen transportierte!
Gegen 19:00 enterten dann Bitter Orange die Bühne und machten die Gäste mit ihrem Smoke Blow – ähnlichen Sound schon mal heiß auf das, was da noch kommen sollte. Frontmann Stephan gab alles und die Band hinterließ einen sehr, sehr guten Eindruck!
Nach einer Pause betrat der Mann die Bühne, dem allein der Weltmeistertitel im Heimorgelspielen gebühren sollte: Mambo Kurt! Mit seinen Interpretationen von Metallica, Sex Pistols oder Turbonegro lag der Mann auch an diesem Abend bei allen Anwesenden ganz, ganz weit vorn. Das Set wurde eröffnet mit „Prince of the Rodeo“ von Turbonegro und ging über „Exit Lights“ von Metallica und „Anachy in the UK“ von den Pistols bis hin zur musikwissenschaftlichen Unterscheidung von Polka und Techno, den Mambo Kurt spielerisch darbot, dass sich die Menschen einschifften vor Freude. Der Mann bringt ein Publikum ganz alleine so auf Touren, wie es manche Band nicht schafft!
Im Anschluss an die grandiose Orgelshow betraten die Kieler Smoke Blow das Podest und gaben den Leuten was sie wollten! Eine druckvolle, energische Show mit jeder Menge Hits! Zwar spielten sie zu Beginn nicht ganz im Takt, aber das war zu tolerieren bei der sonstigen Stimmung im Saal. Smoke Blow versorgten die Leute mit Knallern wie „Dark Angel“ vom aktuellen und gleichnamigen Album, „Skoolyard Fool“, „Diabolical Reaction“, „Dancing with the Dead“ usw usw..Am Anfang ließ Frontschwein Jack Letten wieder kurz seine leichte Antipathie, die er manchmal gegenüber der Turbojugend zu hegen schein, durchblicken und erzählte was über Tokio Hotel, die Tokio Jugend und so weiter, so ganz konnte man seinen Worten dann auch nicht folgen…es sollte wohl ne kleine Verarsche sein. Nachdem er gesehen hatte, wie die Leute drauf waren und abgingen, wurde er dann doch ruhig.
Zu guter Letzt hatten Peter Pan Speedrock aus dem Holländischen Eindhoven das Wort und machten keine Kompromisse. Die volle Breitseite Rock´n Roll für die angereisten 500 Gäste. An diesem Gig gibt es wirklich nichts auszusetzen. Alle Gassenhauer, alle Hits, halbnackte Menschen in der ersten Reihe, halbnackte Mädchen auf der Bühne, alles dabei! Mit den geilsten Song der letzen Alben rundeten sie den Abend ab und entließen die Menschen in eine lange Partynacht, die wieder im Jugendheim St.Martinus stattfand.
Abschließend muss hier noch mal erwähnt werden, wie sich die Hagener Turbojugendlichen in dieses Wochenende reingehängt haben! Das verdient wirklich ganz, ganz grossen Respekt! Und wir alle hoffen, dass dies nicht das letzte Festival in dem beschaulichen Dorf bei Osnabrück gewesen ist. Vielleicht lassen sich ja die kursierenden Open-Air-Ideen für 2007 verwirklichen!

Vielen Dank Turbojugend Hagen F.T.W. !!!

The Rock A Go Go Club-Festival in Rostock – 24.03.2006

Freitag, 24. März 2006

The Briefs im Hamburger Hafenklang – 23.03.2006

Donnerstag, 23. März 2006
The Briefs wieder in Hamburg – das konnte für mich nur heissen, hin da!!! Als sie das etzte Mal in Hamburg waren, habe ich es leider nicht geschafft, so dass ich dieses Mal auf keinen Fall darauf verzichten wollte. Als ich dann mitbekommen habe, das die Show im Hafenklang stattfinden würde, war meine Freude recht groß… Der Laden ist einfach Klasse. Also schnell zum Kartenhaus und ne Karte kaufen…man weiss ja nie! Ich ging zwar nicht davon aus, das die Show ausverkauft sein würde, da es sich ja um einen Donnerstag handelt, aber sicher ist sicher. Als ich dann so gegen halb zehn vorm Hafenklang ankam, war da schon ein wenig Betrieb. Und an der Kasse wurde ich mit den Worten begrüßt: “Es gibt keine Karten mehr” … zum Glück hatte ich vorgesorgt. Nach kurzer Zeit füllte sich der kleine Laden Stück für Stück und es wurde langsam aber sicher richtig voll.
Als Vorband spielten Fat Flag aus Hamburg. Und ich muss sagen, die Jungs habens drauf! Sehr geiler Punkrock in geilster Unterhemd Manier. Die Jungs liessen sich von den Leuten vor der Bühne feiern und sorgten für eine super Stimmung im Hafenklang. Ihre Show wurde von einem Video auf einer Leinwand begleitet, das einige Gäste immer wieder ablenkten und die Stimmung noch weiter hebte. Ich muss wirklich sagen, die Jungs sind cool…einfach nur geil…freue mich schon auf die nächste Möglichkeit sie live zu sehen. Unter großem Beifall beendeten sie ihre Show und machten auf der Bühne Platz für The Briefs.
Nach einer kurzen Umbauphase ging es dann auch gleich los und das Hafenklang war plötzlich zum brechen voll. Schon nach den ersten Songs war klar, dass The Briefs heute leichtes Spiel haben werden und so kam es dann auch. Ein Hit folgte dem nächsten und das Publikum dankte es ihnen mit brausendem Applaus. Nach kürzester Zeit hatte ich das Gefdühl, dass das Wasser die Wände runter läuft, so warm war es. Und vorne auf der Bühne gabe die vier Jungs von den Briefs alles. Da kamen Hits quer durch ihre vier bisherigen Platten und aus meiner Sicht wurde alle Songwünsche erfüllt.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt, wann die vier das nächste Mal zu uns nach Hamburg kommen und dann hoffentlich wieder in so einem kleinen Club, wie dem Hafenklang auftreten.

www.punk-and-roll.de präsentiert!!!!

Mittwoch, 22. März 2006
Das erste Event unter der Headline www.punk-and-roll.de!!!!

Stattgefunden hat der ganze Spass am vergangenen Freitag dem 17.März im Zentrum in Schleswig. Von 21:00 an rockten sich Nuisance of Majority ( N.O.M. ), Random I Am ( Paderborn ) und The Bad Days ( Kiel ) den Arsch vor circa 140 zahlenden Gästen ab! Organisiert wurde das Ganze von der H´sen Promotion und dem Kulturverein des Zentrums und basierte hauptsächlich auf dem Turbojugend-Prinzip, d.H. von Jugendlichen für Jugendliche, aber auch andere Gäste!

Gegen 20:00 öffneten sich die Pforten für die ersten Gäste. Das Zentrum füllte siche langsam aber sicher auf eine alle Beteiligten zufriedenstellende Besucherzahl. Nach einer weiteren Stunde betraten N.O.M. dann schon als erste Band des Abends die Bühne. Ihr dreckiger Sound irgendwo zwischen Smoke Blow und Stoner-Rock war ein ziemliches Brett, das beim gerade erst auftauenden Publikum leider noch nicht zur völligen Eisschmelze führte. Aber einen guten Gig haben sich die Jungs trotzdem aus dem Ärmel geschüttelt!
Während in der Pause zur zweiten Band das Bier reichlich in die trockenen Turbojugend-Kehlen aus Lüneburg, Hagen, Kiel, Bagdad, Hamburg und Flensburg floss, machten sich die Paderborner Punkrocker von Random I Am schonmal an der Bühne und dem Equipment zu schaffen und bereiteten alles für ihren Gig vor. Gegen kurz nach 22:00 betraten sie dann die Bühne und legten direkt los mit ihrem Set. Druckvoller, melodischer Punkrock in der Schnittmenge von Bad Religion und den Backyard Babies machte sich für volle 40 Minuten im Saal breit und liess einige Anwesende die Hüften schwingen. Der Abend hat sich für die 5 aus Ostwestfalen schonmal gelohnt…nach der Anreise!
Die Hauptakteure des Abends, die Bad Days aus Kiel, enterten gegen 23:00 die Bühne und gaben sich über mehr als 12 Songs lang die Ehre! Die neuerdings auch im Nachwuchsprogramm von Delta Radio rotierenden Rock´n Roller machten ihrem Namen so gar keine Ehre, denn sie hatten einen wahrlich guten Tag! Sie spielten sich durch ihr aktuelles Album “Bottle Up” mit Knallern wir “Sweet Temptation” , ” I´ll let you know” oder ” Everybody´s gotta Pay”. Auch ein paar bisher unbekannte Nummern wurden zum besten gegeben. Und man muss wirklich mal sagen, mit ihrer Musik der Richtung Hellacopters, Peepshows und Blues machen die Kieler nichts falsch! Sie sind auf jeden Fall einer der besseren Bands in Schleswig-Holstein.
Gegen kurz nach 24:00 fand die Veranstaltung ihr Ende und die Gäste durften mit eigens angemieteten Shuttle-Bussen noch in die örtliche Disco “Ela Ela” fahren, wo die Organisatoren einer Abi-Party-Gesellschaft noch einen Nebenraum abschnacken konnten um die favorisierte Musik der Leute zu spielen, die auf dem Konzert waren. Ein eigener DJ war ebenfalls vor Ort! Da muss man an dieser Stelle mal ein fettes Lob aussprechen für die Planung des Abends!!!Das war wirklich sehr gelungen!

www.zentrum-schleswig.de
www.thebaddays.de
www.nom.de
www.randomiam.de

Psychopunch im Schweriner Doktor K – 08.03.2006

Mittwoch, 08. März 2006

PsychopunchEndlich war es wieder so weit. Psychopunch haben nach der Veröffentlichung ihrer neuen Scheibe “Kamikaze Love Reducer” und der Neugestalltung ihrer Internetseite wieder neue Tourtermine bekannt gegeben. Mit Schrecken musste ich feststellen, dass dort kein Termin für Hamburg zu finden war. Dafür waren Orte wie Marsberg, Schwerin, Geislingen, Weinheim und Kronach in der Tourliste enthalten… Nach kurzer Diskussion mit meinem Bruder stand fest, dass wir und auf den Weg nach Schwerin machen werden. Nur eine Stunde mit dem Auto entfernt und irgendwie wohl die beste Alternative.
Und gestern war es dann so weit. Als wir gegen 21:00 Uhr beim Doktor K ankamen, bekam ich schon ein paar Bedenken, ob das die richtige Entscheidung war. An der Eingangstür prangte zwar das Tourplakat, aber sonst sah hier eigentlich nicht nach einem gutem Konzertabend aus. Als wir dann den Laden betraten, wurde meine Laune schon deutlich besser… Das Gefiel, was meine Augen dort sahen. Ein wirklich sehr schöner, kleiner Club tat sich vor mir auf. Ich denke, dass so 200-300 Leute hier rein passen würden. Aber so voll war es natürlich nicht. So 15 bis 20 Leute waren zu diesem Zeitpunkt schon anwesend.
So gegen 22:00 Uhr sollte es dann losgehen. Die Musik aus der Anlage wurde leiser und die Jungs von Rulers Of The Planet aus Irland betraten die Bühne. Als letzter kam der Sänger, mit einem Becher Cola-Whisky, auf die Bühne. Nach kurzer Vorstellung und ein wenig Gelaber ging es dann auch gleich los… Und was da kam, war deutlich besser als das was ich von einigen Vorband gewöhnt bin. Geile Melodien, starke Gitarren und ein Stimme, die vom Whisky nur so strotzte. Nach ungefähr 45 Minuten war ihre Show dann vorbei und die mittlerweile knapp 50 Leute im Doktor K waren durchaus gut vorbereitet, auf das was nach der Umbauphase auf sie zukommen sollte.
Dann war es endlich so weit. Gegen 23:30 kamen Psychopunch in gewohntem Outfit auf die kleine Bühne. Sie zeigten uns gleich, warum sie hier waren. Die neue Scheibe sollte endlich auch Live gespielt werden… Mit dem Opener “Poison alley Groove” vom aktuellen Album ließen sie ihre Show beginnen, und zeigten mir gleich wieder warum ich sie so gut fand. Scharfe Gitarrenriffs, weltklasse Melodien und eine Stimme, die man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Als nächstes wurde uns “Fingerlickin’ good” vom 2004er “Smashed On Arrival” um die Ohren gehauen… Dann war sicher: Der Abend lohnt sich und alle meine Zweifel waren vollständig verschwunden. Die 4 Jungs aus Schweden haben es einfach drauf und können selbst den kleinen Club zum Toben bringen. Psychopunch spielten das komplette aktuelle Album gemischt mit ein paar alten Klassikern runter. Leider war dann so gegen halb eins die Show zu ende und Psychopunch verließen unter Beifall die Bühne. Aber so einfach war es nicht, und so waren sie nach ein paar Minuten wieder da und spielten uns noch ein paar ihrer Songs. Dann war endgültig Schluss. Nun noch schnell zum Merchandising-Stand und ein wenig den Bandumsatz steigern… Mich freute die Split 7″ mit den V8 Wankers, an der ich natürlich nicht vorbei kam.
Anschließend kann ich nur sagen: schaut Euch Psychopunch an, wenn sie in Eurer Nähe sind…Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Tour (auch wenn ich wieder nach Schwerin fahren muss!).